Khoron: Spielbare Berufe

Kämpfer | Schütze | Waldläufer | Dieb | Gaukler | Zauberer
Kenam | Kleriker | Paladin | Psioniker

Mit dem Grundregelwerk von KHORON könnt Ihr einen von zehn verschiedenen Berufen ergreifen:

Kämpfer

Kämpfer sind die Profis die man ruft, wenn man schlagkräftige Argumente braucht. Soldaten, Söldner und Abenteurer – In der Beherrschung zahlloser Waffen trainiert, erfahren im Umgang mit Schild und Rüstung, und durch lange Märsche bestens in Form. Mit Schwertern, Speeren, Äxten und Hämmern trotzen sie ihren Feinden und haben mit ihrem Mut und ihrer Kampfeskunst schon so manche Schlacht entschieden. Egal aus welcher Ecke des Reiches, ob Karawanenwächter, Stadtgardist oder rastloser Söldner, in einem sind sich alle einig: Ihr Leben gilt dem Kampf.

Schütze

Schützen verlassen sich – im Gegensatz zu Kämpfern – auf Fernkampfwaffen wie Armbrust oder Bogen. Sie attackieren auf größere Distanzen um dann rasch die Stellung zu wechseln. Erst wenn der Gegner bereits verwundet oder für Schusswaffen zu nahe ist, greifen Schützen zu Schwert und Schild. Ihre Treffsicherheit und Reichweite macht sie zu gefürchteten Gegnern auf dem Schlachtfeld oder bei Belagerungen. Schützen sind als Soldat, Stadtwache oder Söldner nicht weg zu denken.

Waldläufer

Waldläufer sind Experten im Überleben in der Wildnis. Dabei verlassen sie sich auf ihr Wissen um die Natur und ihr Talent mit den begrenzten Ressourcen die ihnen ihre Umgebung bietet zurecht zu kommen. Sie verstehen sich auf die Jagd, das Lesen von Spuren und das Stellen von Fallen. Waldläufer bemühen sich um ein Leben im Einklang mit der Natur und sehen sich selbst als ein Teil des Waldes. In die Städte zieht es sie nur um ihre Felle zu verkaufen und sich mit jenen Dingen zu versorgen, die sie in der Wildnis nicht finden. Obwohl Waldläufer eher ein zurückgezogenes Leben führen, begegnet man immer wieder dem Einen oder Anderen, der sich als Späher, Spurenleser oder Kopfgeldjäger anheuern lässt. Als Waffen nutzen sie meist Bögen und Äxte, da sie diese auch für Ihr Leben in der Wildnis nutzen können.

Dieb

Diebe erleichtern ihre Opfer heimlich um deren Wertgegenstände. Dazu zählen Taschendiebstahl, das Öffnen von Truhen, Schränken und Türen mit Hilfe eines Dietrichs sowie Trickdiebstahl und sonstige Betrügereien. Sie leben von ihrer Fingerfertigkeit und verlassen sich auf ihre Körperbeherrschung um aus brenzligen Situationen zu entkommen. Meistens sind Diebe in überfüllten Tavernen oder belebten Marktplätzen anzutreffen – Stets auf der Suche nach einer Gelegenheit um Ihre Talente anzuwenden. Sie sind stolz auf ihre Fähigkeiten und lieben ihre Freiheit. Wenn es um Ihren Berufsstand geht hegen Diebe oft eine etwas romantischere Sicht der Dinge. Immerhin kommt bei einem erfolgreich ausgeführten Diebstahl niemand körperlich zu Schaden. Und wenn jemandem seine Habseligkeiten wirklich am Herzen liegen würden, dann würde er sie wohl besser schützen – Eine Tatsache die von Dieben gerne mit einem Augenzwinkern hervorgehoben wird.

Gaukler

Gaukler sind fahrende Geschichtenerzähler, Unterhaltungskünstler, Akrobaten, Jongleure und Possenreißer. Sie tragen meist weit geschnittene Mäntel aus bunten Flicken und sind auf fast jedem großen Marktplatz und in Tavernen anzutreffen. Schon seit Generationen sind die Gaukler Verbündete der Feen. Diese kleinen, vergnügungssüchtigen Wesen begleiten die Gaukler in einem magischen Beutel und versorgen sie im Gegenzug für Unterhaltung mit Magie. Die Magie der Gaukler entspricht ihrem komödiantischen Naturell und kann – mit einem etwas merkwürdigen Sinn für Humor – durchaus als spaßig bezeichnet werden. Trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) sind diese Hexereien berüchtigt und gefürchtet. Vielleicht ist das der Grund, warum Gaukler oft mit großem Respekt behandelt werden.

Zauberer

Zauberer sind mächtige und einflussreiche Magiebenutzer. Sie beherrschen die fünf Elemente – Feuer, Wasser, Luft, Erde und Schatten – und weben diese in ihre mächtigen Verzauberungen und Beschwörungen ein. Um Ihre Konzentration zu bündeln und ihrer Magie Gestalt zu verleihen benutzen Zauberer Mantras, Zaubersprüche und Beschwörungsformeln. Die meisten Zauberer werden bereits als Kinder rekrutiert und einer harten Ausbildung unterzogen. Die Zauberei wird zu ihrem wichtigsten Lebensinhalt und bei einigen sogar zur Besessenheit. Zauberer streben danach, das Gefüge der Welt besser zu verstehen und zu manipulieren. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ihnen meist jedes Mittel recht. Selbst vor Sklaverei schrecken sie nicht zurück. Ein kleiner Preis für die Aussicht auf allumfassende Macht.

Kenam

Kenam werden von den Zauberern als Kampfsklaven gezüchtet und sind grausame, gnadenlose Gegner. Sie sind nicht nur im Nahkampf mit der Waffe ausgebildet, sondern beherrschen auch eine Reihe von Angriffszaubern. Der schwarze Plattenpanzer und der gehörnte Vollvisierhelm sind magischer Natur und erscheinen erst, wenn sie mit Hilfe eines Talismans beschworen werden. Kenam verwenden meist beidhändig geführte, furcht einflößende Waffen. Wie die Zauberer werden auch Kenam als Kinder rekrutiert. Hat ein Kind nicht ausreichend magisches Talent um es zum Zauberer zu bringen, wird es mit Bannzaubern gefügig gemacht und in den Trainingslagern zur willenlosen Kampfmaschine ausgebildet. Dabei wird die zugrunde liegende Persönlichkeit fast vollständig ausgelöscht – Ein Vorgang der bisher nur bei Menschen zufriedenstellend funktioniert. Fertig ausgebildete Kenam sind magisch an Ihre Herren gebunden und führen ohne zu zögern jeden Befehl aus. Dieses Band kann zwar gebrochen werden, allerdings ist das dazu nötige Ritual ausgesprochen schmerzhaft, und endet nicht selten mit dem Tod des Kenam. In der jüngsten Vergangenheit hört man immer öfter von Kenam, die von einem mysteriösen Hexen-Kult von Ihrem Joch erlöst werden. Allerdings ist nicht bekannt, welche Ziele die Hexen damit verfolgen.

Kleriker

Kleriker sind Wehrhafte Mönche, die das Wort der vier Götter predigen. Im Gegenzug für Ihre Dienste werden sie von den Göttern mit Magie ausgestattet. Die meisten Kleriker tragen die typischen Kleider ihrer Zunft – eine einfache, grob gewobene Kutte. Bei genauerer Betrachtung entdeckt man darunter aber oft Anzeichen einer Panzerung. Kleriker verlassen sich nicht ausschließlich auf ihre Magie. Sie sind teilweise auch in den Künsten des Kampfes ausgebildet um sich ihrer Haut erwehren zu können, wenn Worte versagen. Meist verwenden Sie im Kampf den zeremoniellen Streitkolben oder einen Stab. Man ist gut beraten eine Kleriker niemals zu unterschätzen. Neben ihren Fähigkeiten im Kampf sind Kleriker vor allem aufgrund ihrer Heilkünste geachtete Verbündete und geschätzte Persönlichkeiten. Allerdings gibt es innerhalb des Ordens auch Mitglieder, die sich anderen Idealen verschrieben haben – Je nachdem welchem der Götter Khorons sie huldigen. Im Laufe der Zeit haben sich vier Glaubensrichtungen entwickelt, die sich an den vier Göttern orientieren:

HECAS-KLERIKER dienen dem Gott des Lebens und der Heilkunst. Sie sind Heiler, Forscher und Gelehrte, die sich dem Frieden und der Erhaltung des Lebens verschrieben haben.

SARESTRA-KLERIKER dienen der Göttin der Freude und der Gerechtigkeit. Sie besetzen oft Posten als Richter oder Henker und sehen sich als Verfechter des Guten und der Wahrheit.

JELEPAH-KLERIKER dienen der Göttin der Intrige und des Handels. Sie sind oft als Politiker oder Diplomaten anzutreffen und bewegen sich nicht nur im Tageslicht, um den Zielen Ihrer Göttin dienlich zu sein.

ARGON-KLERIKER dienen dem Gott des Krieges und der Schmiedekunst. Sie sind geachtete Heerführer, Stategen oder wandernde Kriegermönche auf der Suche nach der Perfektion ihrer Kriegskunst. Um ihrem Gott nahe sein zu können verzichteten sie auf eine Karriere als Kämpfer und versuchen statt dessen Andere für dieses Ideal zu begeistern.

Paladin

Paladine sind Soldaten in “Argons Legion”, einem streng gläubigen Ritterorden der vor allem im Gebiet um Vestmer sehr verbreitet ist. Im Gegensatz zu Kämpfern leben sie nach einem strengen Codex, der sich nach den Idealen von Argon, dem Gott des Krieges und der Schmiedekunst richtet. Paladine tragen meist Ketten- oder Schuppenrüstungen und Vollvisierhelme. Über der Rüstung tragen sie stets einen Wappenrock mit dem Symbol der Legion – einem Schwert um das sich Dornen ranken. Im Kampf setzen sie bevorzugt einhändige Hiebwaffen (z.B. Streitkolben oder Morgensterne) und Schilde ein. Paladine sind Verbündete der Kleriker und können mit Hilfe eines gesegneten Rings in einem gewissen Ausmaß Magie wirken. Ihr Geschick im Umgang mit Stahl und Magie sowie ihr unerschütterliches Pflichtgefühl machten Paladine zu geschätzten Verbündeten und erbitterten Gegnern.

Psioniker

Psioniker sind die Meister des Geistes. Allein mit ihrem Willen können sie Dinge vollbringen, die Andere für Magie halten: Objekte bewegen, Feuer entzünden, Gedanken lesen, andere Lebewesen kontrollieren und vieles mehr.

Die Menschen haben die psionischen Künste aus ihrer Heimat mitgebracht, als sie vor langer Zeit nach Khoron kamen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum bisher nur Menschen diese Begabung aufweisen – Eine Begabung, die in jahrelangem Training gefördert und geschult werden muss, um kontrolliert werden zu können.

Auffälligstes Merkmal der Psioniker ist ihre Gesichts-Tätowierung. Abhängig von ihrem Rang lassen sich Psioniker Symbole tätowieren, die ihnen helfen sollen, ihre Gedanken besser zu bündeln. Während unerfahrene Adepten ihre Gesichter meist unter weiten Kapuzen verbergen um nicht gleich erkannt zu werden, haben Meister dies nicht mehr nötig. Sie vernebeln die Gedanken umstehender Passanten, so dass die verschlungenen Linien in ihrem Gesicht gar nicht wahrgenommen werden.

Psioniker sind als eine Art Geheimbund organisiert. Ihre Hallen sind gut verborgen und über das ganze Reich verteilt. Nur Eingeweihte erkennen die Zeichen, die den Weg zu jenen Verstecken weisen. Da Psioniker Wissen und Weisheit sehr schätzen, beinhaltet jeder ihrer geheimen Treffpunkte eine gut bestückte Bibliothek in denen sie ihren Studien nachgehen können.

In der Öffentlichkeit werden Psioniker und ihre Kunst respektiert, gefürchtet und manchmal auch gehasst. Ihr Hang zur Heimlichkeit macht sie in den Augen Vieler zu einer gefährlichen Sekte und damit zu einem guten Sündenbock – Zumindest hinter vorgehaltener Hand. Denn offiziell möchte sich natürlich niemand einen Psioniker zum Feind machen…

Zurück zur Hauptseite